Petra's BLOG

Und es gibt sie doch - die Zombies - sie sind mitten unter uns.

Ja, wirklich und sie sehen alle gleich aus.

 

Graue Gesichter, vom Stress und Schmerzen geplagt, Mundwinkel nach unten gezogen, jammernd, um sich werfend, ins Telefon plärrend.

 

Ihre Sprache?

Meist im Konjungtiv und äußerst negatives Vokabular

Ihre Gattung?

Opferzombis "Kann nix für"

Ihr Lebenspruch?

Allen anderen geht es ja so gut. Nur MIR nicht! Und alle anderen sind daran schuld, dass es MIR so schlecht geht.

 

Sie sulen sich mit voller Hingabe und Leidenschaft in ihrem Tränensee des Opfertums. Sie lieben es, würden es jedoch nie zugeben. Deshalb Vorsicht mit dementsprechenden Aussagen in ihrer Gegenwart.

Etwas ändern wollen sie nicht. Sie sind es ja nicht anders gewohnt. Außerdem hat ja irgendetwas sie zum Zombie gemacht, also muss dieses Irgendetwas wieder gefunden werden und dieses Irgendetwas hat diesen von ihm herbeigeführten Zustand des Zombies auch zu ändern. 

Logisch.

Außerdem, was wäre denn, wenn das aufeinmal aufhört, das Zombidasein. Da ist ja dann nichts mehr da. Da wäre dann ein Loch und womit füllt sich das dann? Platz für Neues. Nein, zu unbequem, zu anstrengend und unmöglich. Nein, so ist es viel bequemer. Das kennt der Zombie schon.

 

Was machen diese Zombies eigentlich, wenn sie mal nicht jammern?

Sich Ablenken ! 

 

Wovon?

Vom konstruktivem und lösungsorientiertem Denken; Selbstreflexion wäre auch nicht schlecht, aber das wäre dann eindeutig zu viel verlangt.

 

Wie?

Whats App, Facebook, Fernsehen, Computergames, über Nachrichten motzen, über andere motzen, über andere herziehen, Alkohol und noch so einige andere Dinge. 

 

Hilft das?

Nein, aber sie glauben es. 

 

Haben Zombies auch körperliche Symptome?

Ja, leider. Der Körper zeigt als letzter auf, wenn was nicht stimmt. Zombies sind jedoch eher die Symptombehandler und denken nicht ganzheitlich. 
Also wird's meist nicht besser.

 

Kann es schlimmer werden?

Klar, aber da gibt's dann eh Tablettaln für die diversen Symptome.

 

Und dann?

Jo, hmmm. Keine Ahnung.

 

Wie lange lebt so ein Zombie in diesem Zustand?

Oh, das kann schon ein paar Jährchen gehen. Ich kenne welche, die erzählen seit Jahren immer die gleichen Geschichten. Ich befürchte nur, denen fällt das nicht auf. Sie sind in ihrem Rädchen und da laufen sie weiter und weiter und weiter, bis...

 

irgendetwas oder irgendjemand dieses Hamsterrad auf brutale Weise stoppt und es die Zombies so richtig aufprackt.

 

Dann geschehen meist fulminante Rückverwandlungsprozesse.

 

Schade eigentlich. Ist das von alleine nicht möglich, so einen Rückverwandlungsprozess zu starten. Von sich aus? So als Zombie?

 

Doch, das wäre schon möglich. Ist jedoch mit viel Arbeit verbunden, wie zB. lernen, mit sich allein sein zu können, auf Gedanken achten, die Natur bewusst mit allen Sinnen wahrnehmen und genießen (ohne Handy), verdrängte Gefühle, die hochkommen zu fühlen, sich selbst und anderen vergeben und was ganz ganz ganz schwierig ist: Sich selbst zu lieben (mögen) beginnen. Das ist der springende Punkt. Denn dazu müssen sich Zombies wieder kennenlernen. 

 

Aber eines muss man den Zombies lassen, sie sind richtig zäh. Sie halten das echt lang aus, dieses Zustand. 

 

Woher weißt du das?

 

Ich war mal selber einer ;).

 

 

PS: Sorry Paula, dass ich ein Bild von Dir für diesen Blog genommen hab. Aber Du schaust so wundervoll angepist ;).

 

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