Wie ich meine Berufung fand (finden musste)

Seine Berufung zu finden wird mittlerweile an jeder Ecke "empfohlen". Doch ist für viele nicht klar, was das eigentlich bedeutet und wichtig es wirklich ist, seine Berufung zu leben. Die meisten empfinden es als unmöglich, als Spinnerei, unrealistisch und esoterischer Quatsch.

 
Erst wenn man Menschen trifft, die ihre Berufung gefunden haben und leben, hat man einen Eindruck, ein Bild und ein Gefühl dafür, was damit gemeint ist.
 
Ich hatte früher damit auch nichts am Hut. Meine Situation damals war sehr bequem. Ich konnte beruflich vieles ausprobieren, doch fehlte mir die Ernsthaftigkeit, Druck und Disziplin um mich tatsächlich anzustrengen und mich auf die Suche zu machen. Was sollte ich auch suchen? War ja eh alles bequem und "das Leben ist eben so und nicht wie im Film".
Mein Leben lief so irgendwie. Es lief so lange irgendwie, bis das Leben selbst die Schnauze voll davon hatte, mir ständig Zeichen zu geben um aus meiner engen Realitätsblase auszusteigen. Ich war nicht glücklich, obwohl "alles da war". Ich lebte meine Stärken und wahren Bedürfnisse nicht und das zwang mich in die Knie... langsam, Jährchen für Jährchen.
Dann kam der Tag, als mein Leben mich auf den Boden prallen ließ und es mich tief in ein dunkles, trauriges Loch zog, aus dem ich es nur mit der Hilfe von meiner Psychotherapeutin, lieben Menschen, vielen Eseln und der Natur wieder heraus schaffte. Es war keine schöne Zeit, weder für mich noch für meine Kinder.
Ich begann mich intensiv selbst zu reflektieren. In dieser Zeit wurde mir auch bewusst, dass ich hochsensibel wahr und all das, was ich an mir als Schwäche oder Fehler sah, eine wundervolle Gabe und grenzgenial war. Ich nahm mein Leben in meine Hände, drehte es um, schüttelte es aus, stellte aus auf den Kopf, ordnete es neu... für mich und für meine Kinder. 
 
Wir änderten unseren Wohnsitz und unseren Alltag, was sowohl für uns traurig als auch voll wunderschöner Erfahrungen war. Logischer Weise kam ich  bald an den Punkt, an dem ich mich fragen musste: Womit willst du dir ab jetzt dein Geld verdienen?
Für mich war klar, in meinen alten Beruf wollte ich nicht mehr zurück. Ich wieder in ein Büro? No way. Ich hatte meine Tiere und wusste, dass ich in der Natur mit den Tieren in meiner vollen Power bin. Nur wie und was genau? Ich wollte es unbedingt herausfinden und stolperte "zufällig" über einen Berufungskurs, den ich ohne lang zu überlegen kaufte und mit größter Disziplin durchzog.

Es war ein Erlebnis. Ich erforsche mich und erhielt ein Aha-Erlebnis nach dem anderen. Ich führte Tagebuch über meine Erkenntnisse und Ideen. Ich ging voll auf Empfang um meine Vision zu empfangen. Ich erkannte meine Talente und Stärken und bemerkte die vielen Kleinigkeiten, die ich immer schon tat um Menschen zu begeistern und zu motivieren.

Es begann sich ein Bild zu formen, das mich begeisterte und mir Kraft gab, all das was ich empfing auch wirklich umzusetzen. Ich wollte es unbedingt. Es gab für mich kein zurück mehr.
Ich fand die passende Ausbildung, die mich meiner Vision und Berufung sehr nah brachte. Eine Ausbildung, die mir enorm viel Geld kostete, das ich zu diesem Zeitpunkt nicht hatte. Doch ich wollte es und fand eine Möglichkeit, diesen nächsten Schritt zu gehen. Denn wenn man etwas wirklich will, dann findet man Wege und Lösungen.

Natürlich klingt das alles sehr leicht, verträumt und zauberhaft, doch ich kann dir versichern, dass es nicht immer so rosig war. Es gab so viele Hindernisse, die mich aufhalten wollten. Es gab Menschen, die aus Sorge um mich und meinen Kindern, versuchten mir diesen "Quatsch" auszureden, manchmal freundlich und manchmal... naja. Die "Empfehlung" mir doch lieber einen sicheren Job zu suchen, hörte ich 1000 Mal. Natürlich machte das etwas mit mir. Natürlich kamen Zweifel. Natürlich waren da schlaflose Nächte. Doch ich ging weiter. Es zog mich regelrecht in diese, in meine Richtung. Es folgten Sackgassen, Einbahnstraßen mit Umwegen und viele Stolpersteine. Es gab Momente der Ohnmacht, an denen ich nur noch betete, weil ich nicht mehr weiter wusste. Ich konnte mich nur noch vertrauensvoll dem Universum "in die Hände" legen. Denn mehr gab es in diesen Momenten nicht mehr für mich zu tun. Ich konnte nur noch dieser Kraft vertrauen, die mich hierher geführt hatte. Hierher, wo ich innerlich genau wusste, dass ich richtig war.
 
Heute kann ich sagen, dass all diese Prüfungen immer nur eine Frage an mich gerichtet hatten:
Willst du es wirklich?
Und meine Antwort war und ist immer noch: JA!
 
Ich habe so viel geschafft und so viel erreicht.
 
Ich meinte, damals viel unnötige Wege gegangen zu sein und falsche Entscheidungen getroffen zu haben. Hinterher jedoch weiß ich, dass KEIN Weg und keine Entscheidung falsch war. Nichts ist unnötig und  mindestens eine Erfahrung.
Ich bereue nichts, denn ich lebe jetzt meine Berufung. Ich kenne sie und strahle sie aus jeder meine Poren hinaus in die Welt.

Ich arbeite nicht. Ich BIN meine Arbeit.
Ich mache nicht mein Ding. Ich BIN mein Ding.
 
Da ich den Weg mit all seinen Höhen und Tiefen kenne und weiß, wie wundervoll es ist, zu wissen wer man ist, was man kann, was man drauf hat und sich der Welt verschenken kann, habe ich meine Berufung auf dieses Thema ausgerichtet.
Ich habe er- und gelebt und lebe genau das noch immer, was ich mit meinen Tieren anderen Menschen näher bringe, ihnen Mut mache und sie zum Weitergehen motiviere.

Das was ich vermittle, ist nie Theorie, sondern reine Erfahrung kombiniert mit meinen Talenten, Stärken und Fähigkeiten.
 
Ich weiß, dass so viel möglich ist.
Ich weiß, dass ich dafür etwas tun muss.
Ich weiß, dass ich alles schaffen kann, wenn ich es wirklich will.
Ich weiß, dass das Universum mich trägt, wenn ich darum bitte.
Ich weiß, dass jeder das kann, wenn er oder sie das auch wirklich möchte.
 
Jeder kann seine Berufung finden und leben. Jeder auf seine Art und in seinem Tempo.
Finde und entdecke den Sinn für Dein Leben. Beginne zu verstehen und dich zu erkennen und verwandle es ins Machbare.
 
Nimm dein Leben in deine Hände.
 
Ich habe es auch getan und ich bereue es nicht.
Denn gerade hochsensible Menschen sollten das finden und TUN, was sie sind. Dann können sie ihre Gabe für sich und andere nützen. Das ist der Sinn, der Hochsensibilität.
 
Alles Liebe
 
Petra